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A2 Drosselung: So machst du dein Traumbike legal & sinnvoll

Die A2-Führerscheinklasse ist für viele der Einstieg in die große Motorradwelt. Damit du dein Wunschmotorrad legal fahren darfst, muss es den A2-Vorgaben entsprechen: maximal 35 kW (48 PS), ein Leistungsgewicht von höchstens 0,2 kW/kg und - ganz wichtig- es darf nicht von einem Serienmotorrad mit mehr als der doppelten Leistung abgedrosselt sein.

In diesem Werkstatt‑Guide erfährst du, wie du dein Motorrad A2 drosseln lässt, welche Drosselmethoden sinnvoll sind, welche Unterlagen du brauchst, was die Abnahme kostet und wie du typische Fehler vermeidest. Praxisnah, faktenbasiert und ideal, wenn du das Ganze professionell - zum Beispiel bei einer erfahrenen Werkstatt wie Motorrad Braha - umsetzen willst.

Rechtliche Grundlagen: Was A2 verlangt und was in die Papiere gehört

Für die A2-Zulassung zählen drei Punkte:

  • Maximalleistung: 35 kW (≈ 48 PS).
  • Leistungsgewicht: nicht mehr als 0,2 kW pro kg fahrfertiges Gewicht.
  • Spenderleistung: Das ungedrosselte Basismodell darf nicht über 70 kW liegen (sonst ist die Drossel A2-rechtlich unzulässig).

Nach der Montage einer zugelassenen Drossel brauchst du entsprechende Nachweise:

  • ABE oder Teilegutachten des Drosselsatzes (fahrzeugspezifisch!).
  • Eintragung bzw. Änderungsabnahme (z. B. § 19(3) StVZO) durch eine Prüforganisation (TÜV, DEKRA u. a.).
  • Aktualisierung der Fahrzeugpapiere bei der Zulassungsstelle (Zulassungsbescheinigung Teil I).
  • Meldung an die Versicherung, da sich die Risikoklasse ändern kann.

Tipp: Eine Werkstatt, die A2-Drosselungen regelmäßig macht—wie Motorrad Braha—prüft schon im Vorfeld, ob dein Modell überhaupt A2-konform drosselbar ist und welche Unterlagen benötigt werden.

Drossel-Methoden im Vergleich: Mechanisch vs. elektronisch

Je nach Motorrad und Drosselkit unterscheiden sich Technik, Aufwand und Fahrcharakter. Die gängigsten Lösungen:

1) Mechanische Drossel (Gaswegbegrenzer / Drosselblenden)

  • Prinzip: Der Gasweg wird begrenzt oder der Luftdurchsatz reduziert.
  • Vorteile: Robust, oft kostengünstig, rückrüstbar.
  • Nachteile: Leistungsentfaltung kann „zugeschnürt“ wirken, je nach Ausführung geringfügig höherer Verbrauch möglich.

2) Elektronische Drossel (ECU-Mapping / Dongle)

  • Prinzip: Die Motorsteuerung begrenzt Leistung/Drehmoment.
  • Vorteile: Harmonischeres Ansprechverhalten, oft sauber in der Leistungsabgabe; teils ohne mechanische Eingriffe.
  • Nachteile: Modellabhängig, nicht jedes Bike unterstützt eine legale, zertifizierte Elektroniklösung; fachgerechte Programmierung zwingend.

3) Kombinierte Lösungen

  • Prinzip: Mechanische und elektronische Eingriffe werden kombiniert.
  • Vorteile: Fein dosierte Leistungslimits, gute Fahrbarkeit.
  • Nachteile: Etwas teurer und aufwendiger, zwingend mit ABE/Teilegutachten.

Wichtig: Nur Kits mit ABE oder fahrzeugspezifischem Gutachten sind für den legalen Betrieb geeignet. Von universellen „No‑Name“-Teilen ohne Papiere ist abzuraten—ohne Eintrag ist die Betriebserlaubnis erloschen.

Der Werkstatt‑Ablauf: Schritt für Schritt zur legalen A2-Drossel

1) Vorbereitung & Modellprüfung

Stelle die Basisdaten bereit: Fahrzeugschein (Leistung, Gewicht), Baujahr, genaue Typbezeichnung. Kläre mit der Werkstatt, ob ein zugelassenes Drosselkit für dein Modell verfügbar ist und ob das Leistungsgewicht eingehalten wird. Anbieter mit A2-Erfahrung—z. B. Motorrad Braha—nennen dir passende Kits und Kosten transparent vorab.

2) Termin & Teilebestellung

Sobald das passende Kit feststeht, bestellt die Werkstatt die Teile (inkl. ABE/Teilegutachten) und plant den Einbau. Prüfe, ob du eine Abnahme beim TÜV/DEKRA benötigst (bei ABE oft keine Einzelabnahme, aber Eintragungspflicht kann dennoch bestehen—die Praxis variiert je nach Dokumentation und Region).

3) Fachgerechte Montage

Die Werkstatt baut die Drossel ein (mechanisch/elektronisch/kombiniert), prüft die Funktion (Gasweg, Fehlerspeicher, Dichtheit, Kabelwege), und macht einen kurzen Werkstatttest. Bei elektronischen Lösungen wird häufig ein Protokoll/Softwarestand dokumentiert.

4) Technische Abnahme

Mit Bike und Unterlagen geht’s zur Prüforganisation. Dort wird die Änderung bestätigt (Leistung, ggf. Leistungsgewicht). Du erhältst eine Bescheinigung für die Zulassungsstelle.

5) Eintragung & Versicherung

Mit der Abnahmebescheinigung aktualisierst du die Zulassungsbescheinigung Teil I. Anschließend informierst du deine Versicherung—in der Regel geht das unkompliziert per E‑Mail mit Scan der neuen Papiere.

6) Probefahrt & Feinkontrolle

Nach der Eintragung: kurze Probefahrt. Achte auf sauberes Ansprechverhalten, Leerlaufstabilität und eventuelle Warnleuchten. Stimmen Bremsdruckpunkt und Kettendurchhang, ist alles startklar.

Zeit & Kosten: Womit du realistisch rechnen solltest

Die Teilekosten für einen seriösen Drosselsatz liegen häufig zwischen 150 und 500 €, je nach Hersteller und Technik. Für Montage und Funktionstest in der Werkstatt fallen meist 100 bis 300 € an. Die Abnahme durch TÜV/DEKRA bewegt sich oft im Bereich 40 bis 100 €. Die Eintragung bei der Zulassungsstelle kostet je nach Kommune ca. 12 bis 50 €.
Zeitlich solltest du—von der Terminvereinbarung bis zur Eintragung—mit 3 bis 10 Werktagen rechnen, abhängig von Teileverfügbarkeit, Prüfterminen und Öffnungszeiten der Zulassungsstelle.

Fahrgefühl & Technik: Was sich mit 35 kW ändert

Eine gut abgestimmte A2-Drossel fährt sich berechenbar und alltagstauglich. Typischerweise verlagert sich die Leistungsentfaltung etwas in den mittleren Drehzahlbereich, die Spitzenleistung ist limitiert. Bei sauberer elektronischer Drossel ist das Ansprechverhalten oft harmonischer als bei rein mechanischen Lösungen; mechanische Blenden können in bestimmten Drehzahlbereichen spürbar „zumachen“. Der Verbrauch bleibt meist ähnlich, kann je nach Fahrweise und Drosselart minimal steigen.
Tipp: Prüfe, ob eine angepasste Sekundärübersetzung (Kettenrad/Ritzel) sinnvoll ist—sie ist nicht Teil der Drossel per se, kann aber die Fahrbarkeit im A2-Bereich verbessern. Wenn du so etwas planst, kläre die Rechtslage (Eintragungspflicht) mit der Werkstatt.

Häufige Fehler vermeiden

  • Kits ohne ABE/Gutachten: Finger weg—ohne Nachweis/Eingetragenes verlierst du die Betriebserlaubnis.
  • Falsche Spenderleistung: Motorräder über 70 kW sind für A2-Drossel nicht zulässig.
  • Eigenmontage ohne Sachkunde: Mechanische Stopper falsch gesetzt oder E‑Stecker schlecht verlegt → Fehlfunktionen.
  • Abnahme vergessen: Montage allein reicht nicht. Prüforganisation und Eintragung sind Teil des legalen Prozesses.
  • Versicherung nicht informieren: Änderungen immer melden—das schützt dich im Schadensfall.

Upgrade: Von A2 auf A – so rückrüstest du sicher

Nach zwei Jahren A2 kannst du unter bestimmten Voraussetzungen auf Klasse A upgraden. Die Drossel wird dann fachgerecht entfernt, die Änderung erneut abgenommen (sofern erforderlich) und in den Papieren rückgeführt. Anschließend informierst du wieder die Versicherung. Eine Werkstatt mit Drossel‑Know‑how—etwa Motorrad Braha—erledigt Ausbau, Prüfprozesse und Unterlagen effizient in einem Zug.

Fazit: Legal, sicher, professionell—so macht A2 Spaß

Mit dem richtigen Drosselkit, sauberer Montage und vollständiger Dokumentation ist dein Motorrad A2 drosseln kein Hexenwerk—aber es verlangt Genauigkeit. Setze auf zugelassene, fahrzeugspezifische Lösungen und eine Werkstatt mit A2-Erfahrung wie Motorrad Braha. So bleibt dein Traumbike legal, du bekommst ein stimmiges Fahrgefühl und bist für Kontrollen, Versicherung und Prüftermine bestens vorbereitet.

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